Basistext 19 "Internationale Besteuerung"

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2622 Die AutorInnen geben einen verständlichen Überblick über die Herausforderungen, vor denen Steuer- und Finanzpolitik im Zeitalter der Globalisierung stehen. Und sie verdeutlichen die Alternativen, mit denen insbesondere die globalisierungskritische Bewegung aktiv in die Steuerdebatte eingreift.

Basistext 19 "Internationale Besteuerung"

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Details

Unsere Steuersysteme sind auf den Nationalstaat mit seiner relativ abgeschlossenen Volkswirtschaft und nicht auf das globalisierte Finanz- und Wirtschaftssystem eingestellt. Das führt dazu, dass ein zunehmender Teil des Steueraufkommens über Lohn- und Mehrwertsteuern gedeckt wird, während mobiles Kapital und Transnationale Konzerne immer weniger Steuern zahlen.

Vor dem Hintergrund maroder Staatsfinanzen und der Finanzierung der Millenniumentwicklungsziele der Vereinten Nationen werden vermehrt Vorschläge diskutiert, Steuern international zu erheben bzw. die Steuerpolitik international zu koordinieren. Alternativen gibt es genug: Einerseits können nationale Regierungen eine gerechtere Steuerpolitik umsetzen, und zwar durch Maßnahmen wie das Wohnsitzprinzip, die Unitary Tax oder die in der Solidarischen Einfachsteuer von Attac und ver.di unterbreiteten Vorschläge. Andererseits können auf multinationaler Ebene Steuern eingeführt werden, die bereits im Vorhinein unter internationaler Perspektive entwickelt wurden, beispielsweise die Tobin-Steuer, die Besteuerung von Steueroasen und Finanzaktivitäten und internationale Umweltsteuern.



Zusatzinformation

Artikelnummer 59030
Autor(en) Silke Ötsch, Peter Wahl
Erscheinungsdatum 01.10.2006
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